Der Holzstapel – Grundlagen

Ob mit der Spaltaxt oder dem Spalthammer – auf das Ergebnis der Holzarbeit ist jedermann stolz. Nun ist das Holz geschlagen und gespalten und auch das restliche Forstwerkzeug ist wieder gut veraut… Nur wie soll das ganze Holz jetzt gelagert werden? Für ein möglichst gutes Brennholz muss eine schnelle Trocknung gewährleistet werden. Nur so kann der Pilzbefall eingeschränkt und vermindert werden. Vor diesem Hintergrund sollte möglichst viel Holzfläche der Sonne und dem Wind ausgesetzt sein. In Verbindung mit einem regengeschützten Platz kann so ein optimales Trocknen erreicht werden. Zu diesem Zweck darf das Holz nicht einfach herumliegen, sondern sollte in einem Holzstapel gelagert werden. Da dieser Stapel für den Feuchtigkeitsgehalt und die Beschaffenheit der Scheite verantwortlich ist, ist er auch direkt an der letztendlichen Brennholzqualität beteiligt. Ein oft genutztes Konzept ist es das Holz erst einmal im Freien zu trocknen, um es im Spätherbst in den Holzschuppen zu verlagern.

Frisches Holz stapeln

Ein dicht gestapelter Holzstapel sieht zwar sehr schön aus, für frisches Holz ist diese Technik jedoch ungeeignet. Nur vollkommen durchgetrocknetes Holz darf absolut dicht gestapelt gewerden. Für frisches Holz ist eine lockere Stapelung zu empfehlen. Zu große Hohlräume darf es jedoch nicht geben, da der ganze Stapel sonst einsturzgefärdet ist. Eine Faustregel lautet: Eine Maus soll es noch durch die Scheite schaffen, aber für die Katze darf nicht mehr genug Platz sein.

Da der Boden oft eine gewisse Feuchtigkeit enthält, muss verhindert werden, dass zuviel davon an das Holz abgegeben wird. Aus diesem Grund sollte das Brennholz auf dünne Stümme oder Paletten gestapelt werden.

Wird das Holz noch im Winter und bei gefrorenem Boden gestapelt sollte der Platz gut überprüft werden. Denn wenn im Frühjahr der Boden auftaut kann es passieren, dass sich der Boden absenkt und so der Unterbau sich neigt. Dies kann zu einem schwerwiegenden Verlust der ganzen Stabilität führen und sollte tunlichst vermieden werden.

Ein Dach auf dem Holzstapel

Die ganze Stapelei bringt leider überhaupt nichts, wenn von oben immer mehr Nässe in das Holz eindringt. Vor diesem Hintergrund ist ein Regenschutz dringend zu empfehlen.
Plastik oder Kunststoffplanen sind allerdings nur eine kurzzeitige Alternative. Sie können für bestimmte Zeit benutzt werden, wenn nichts anderes da ist – auf Dauer sollte jedoch ein festes Dach verwendet werden, da dieses luftdurchlässiger ist. Ein Dunkles Blech ist zum Beispiel ideal, da es die Wärme ansammelt und gleichzeitig garantiert, dass immer Luft an die Oberfläche gelangt. Um dies sicherzustellen muss es so auf den Stapel gelegt werden, dass es nicht vollkommen abschliesst.

In Gegenden mit geringen Frühjahrsniederschlägen kann der Stapel auch zuerst ohne Abdeckung getrocknet werden. Dies ist allerdings nur dann sinnvoll, wenn mehr Feuchtigkeit aus dem Holz austritt, als es durch den Niederschlag aufnehmen kann.

Stapeln in Abhängigkeit der Scheite

Auf welche Weise sich Ihr Holz stapeln lässt, ist in hohem Maße von der Beschaffenheit der Scheite abhängig. Krummes Holz benötigt viel mehr Planung und Überlegung und sollte vor allem in niedrigen Stapeln gelagert werden. Gerade Holzscheite ermöglichen jedoch wirklich stabile Konstruktionen und können sogar für kreative Figuren genutzt werden.
Auch auf die Länge der Scheite sollte geachtet werden. Kurze Scheite mit weniger als 30 Zentimetern Länge, sind nicht für stabile Stapel geeignet und sollten lieber an der Wand oder lose gelagert werden. Ab 35 – 45 Zentimetern lassen sich die Holzscheite gut für einen freistehenden Stapel verwenden. Mit 60 Zentimetern oder länger, lassen sich mit den Holzscheiten auch überaus stabile Konstruktionen errichten. Selbst bei stärkerem Wind bleiben auch freistehende Stapel ohne Probleme bestehen.