Die Wartung und Instandsetzung/-haltung der Kettensäge ist ein Thema welches jeden Forstwirt, egal ob Profi oder Hobbyist ereilen wird. Einer der wichtigsten Bereiche ist die Verwendung von Kettensägenöl. Im Handel sind viele unterschiedliche Ölarten und Marken erhältlich. Doch wie genau unterscheiden sich diese eigentlich und wie sollten sie angewendet werden?

Auffüllen des Öltanks

Nachfüllen von Sägekettenöl

Sägekettenöl ist ein Schmierstoff, welcher die Reibung zwischen Kette und Schiene verringert. Mit diesem kleinen Hilfsmittel kann der Verschleiß deutlich verringert werden. Hiervon profitiert insbesondere die Schiene der Kettensäge. Die Zuführung des Öles wird über die Ölpumpe und einem eigenen Tank gesteuert. Um zu verhindern, dass auch während des Leerlaufes Öl fließt ist die Ölpumpe mit der Sägekette gekoppelt. Sehr gute Kettensägenmodelle erlauben es die zugeführte Ölmenge zu variieren. Dies ist hilfreich um die Menge perfekt auf die Viskosität des Öles, die Schienenlänge und die Holzart abzustimmen.

Zwei Arten von Kettensägenölen

Die unterschiedlichen Öle unterscheiden sich vor allem durch den verwendeten Grundstoff – dieser kann pflanzlich oder aber auch mineralisch sein.

Pflanzliche Haftöle

Ein pflanzliches Kettensägenöl basiert auf ausschliesslich pflanzlichen Grundstoffen. Sie sind umweltfreundlich und leicht abbaubar. Heutzutage basieren die meisten angebotenen Öle auf einer pflanzlichen Basis. Schon im Jahr 2005 wurden 6.200 Tonnen Bio-Sägekettenöle verbraucht, dies entspricht einem Anteil von etwa 75% (siehe Daten und Fakten zu nachwachsenden Rohstoffen, PDF).

Liqui Moly SägekettenölBei den meisten Ölen dieser Art wird Rapsöl als Grundstoff verwendet. Dieses weist ein gutes Schmierverhalten und Verschleißeigenschaften auf. Ein großer Nachteil der pflanzlichen Öle ist, dass sie nach längerer Standzeit verharzen können.Mit diesem Problem haben insbesondere Produkte geringer Qualität zu kämpfen.  Allgemein sollte bei der Verwendung eines pflanzliches Schmieröles darauf geachtet werden die Kettensäge in regelmäßigen, kurzen Abständen zu benutzen.

Ein sehr hochwertiges Bio-Sägekettenöl wird von Liqui Moly angeboten. Dieses garantiert toxikologische Unbedenklichkeit und eine schnelle biologische Abbaubarkeit. Es kann das ganze Jahr über, auch bei hohen und tiefen Temperaturen angewendet werden, da es über ein gutes Viskositäts-Temperaturverhalten verfügt. Auch für wirklich schwere Aufgaben, z.B. das Sägen von Hartholz kann dieses Kettensägeöl verwendet werden. Das hervorragende Haft- und Schmiervermögen garantiert einen guten Schutz vor Verschleiß und Korrosion, so dass das Öl entscheidend zur Wartung beitragen kann.

Das Öl wird in einem 5 Liter Behälter aber auch in einem 1 Liter Behälter angeboten.

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Mineralische Haftöle

Diese Art wird auf der Basis von mineralischen Ölen hergestellt. Ein solches Öl weist eine sehr gute Haftfähigkeit sowie eine gute Fließfähigkeit auf. Da solche Öle langfristig schädliche Wirkungen auf die Umwelt haben, werden sie nur noch sehr selten benutzt. In manchen Ländern ist die Verwendung mineralischer Sägekettenölr sogar schon verboten. Auch in Deutschland werden sie nur noch gelegentlich verwendet, beispielsweise wenn die Kettensäge nur sehr selten verwendet wird. In einem solchen Fall würden pflanzliche Öle verharzen, so dass bei langer Standzeit über ein mineralisches Öl nachgedacht werden kann.

Dolmar SägekettenölDie Firma Dolmar bietet unter anderem ein Sägekettenöl auf mineralischer Basis an. Dieses kommt im 5 Liter Kanister und ist eines der beliebtesten seiner Kategorie. Bei einem akzeptablem Preis sorgt dieses Öl für eine verschleißarme Benutzung der Kettensäge. Es verfügt über eine sehr gute Viskosität und ist für viele gängige Kettenmodelle geeignet. Auch bei langem Stillstand verharzt das Öl nicht und so eignet es sich für alle die nur sehr selten die Kettensäge benutzen.

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Wieviel Sägekettenöl wird benötigt?

Das Öl wird in vielen verschiedenen Kanistergrößen angeboten, z.B. 1 Liter, 2 Liter oder auch 5 Liter. Welche Größe Sie benötigen wird maßgeblich von den zwei Faktoren Ölart und Benutzungsdauer beeinflusst.

Je nachdem wie häufig und wie lange Sie Ihre Kettensäge im Gebrauch haben, kann es sich lohnen eine größere Menge zu erwerben denn diese hat meist einen deutlich günstigen Preis je Liter. Grundsätzlich können Sie von einem Stundenverbrauch von etwa 0,3 – 0,4 Liter Kettensägenöl ausgehen. Das hat das Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik e.V in einer Studie (2003-2004) zur“Laufzeitstruktur von Motorsägen in der motormanuellen Holzernte“ festgestellt. Die Ergebnisse finden Sie unter anderem hier(PDF) oder auch hier(PDF).

Viskosität und Haftkraft?

In den einzelnen Produktbeschreibungen werden oft die Begriffe Viskosität und Haftkraft gebraucht um Schmierstoffe zu beschreiben. Diese Merkmale sind wichtige Faktoren eines hochwertigen Kettensägenöles. Auch wenn Sie sich etwas kryptisch anhören, sind sie doch leicht zu verstehen.

Die Viskosität ist ein Maß für das Fließverhalten – sie gibt also an wie zäh oder flüssig das Öl ist. Dabei gilt: je dickflüssiger das Öl ist, deso größer ist die Viskosität. Im Gegensatz dazu weisen dünnflüssige Produkte eine geringere Viskosität auf.

Um den Ölverbrauch der Kettensäge zu mindern, sollte auf die Haftfähigkeit geachtet werden. Je höher diese ist, desto besser hält das Öl an der Kettensägekette – es geht also weniger verloren. Eine hohe Haftfähigkeit kann den Verbrauch verringern und somit Kosten sparen. Sogenanntes Sägekettenhaftöl wirbt meist mit einer besonders hohen Haftfähigkeit, dies lässt sich leicht durch das Produktblatt überprüfen.

Unsere Kettensägenöl – Empfehlung

Für uns gilt ganz klar, dass ein pflanzliches Kettensägenöl verwendet werden sollte. Für jeden der seine Kettensäge regelmäßig benutzt, stellt sich diese Frage überhaupt nicht. Aber auch jeder andere sollte aus Umweltschutzgründen auf ein pflanzliches Öl zurückgreifen. Mineralische Öl sollten, wenn überhaupt, nur eine zeitweilige Alternative sein, falls die Kettensäge in sehr langen und unregelmäßigen Abständen benutzt wird.

Öl allein reicht nicht zur Instandhaltung

Abschließend lässt sich sagen, dass die Verwendung eines Schmiermittels für die Kettensäge sehr vorteilhaft und stark zu empfehlen ist. Das Sägekettenöl ist ein wichtiger Bestandteil der Wartung und sollte immer bedacht werden. Um die Kettensäge optimal zu pflegen sollten jedoch noch andere Maßnahmen ergriffen werden. So sollten Sie stets eine scharfe Kette verwenden. Hierfür können Sie sie von einem Profi schärfen lassen, oder aber die Kette selbst schärfen, z.B. mit einer Feile oder einem Kettenschärfgerät.