In unserem Spalthammer-Vergleich sind wir nur kurz auf den Gränsfors Spalthammer eingegangen, daher möchten hier dieses Gerät genauer vorstellen.

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Gränsfors ist eine schwedische Firma, die schon seit vielen Jahren im Schmiedehandwerk tätig ist. Das Kernprogramm dürften aber die Äxte und Spalthämmer ausmachen. Deren Köpfe werden handgeschmiedet und unter Berücksichtigung ökologisch sauberer Arbeitsbedingungen gefertigt. Die Schmiedearbeit konzentriert sich dabei auf das Wesentliche und verzichtet auf Nacharbeiten, um sich mehr dem Schaffensprozess selbst zu widmen. Aus diesem Grund wird auch fast vollständig auf ein Nachschleifen verzichtet, nur die Klinge wird nachgeschliffen. Weiterhin erfolgt auch kein Polieren und Lackieren und auch keine Klebung des Stiels. Die fertigen Köpfe erhalten individuelle Stempelmarken der Schmiede, die namentlich bekannt sind (derzeit sechzehn) und somit mit ihren Initialen das Arbeitsresultat qualitativ freigeben. Auch die Spezialisten für die anderen Arbeitsschritte sind bekannt und werden auf der Webseite von Gränsfors aufgezählt. Somit kann man sagen, dass jeder Gränsfors Spalthammer ein (kunst)handwerkliches Unikat ist, welches zusätzlich über eine 20jährige Garantie verfügt.

Der Gränsfors Spalthammer – Eine Empfehlung

Der Gränsfors SpalthammerDer Gränsfors Spalthammer ist etwas schwerer als beispielsweise Spaltäxte. Die 3,2 kg Gewicht erlauben es, auch sehr große Holzklötze zu spalten. Weiterhin verfügt der Hammer über einen 80 cm langen Stiel aus Hickory-Holz, über den die Kraft besonders gut auf den Klotz übertragen werden kann.

Käufer des Gränsfors Spalthammers sind durch die Bank angetan vom butterweichen Spalten der Holzklötze. Überraschend ist vor allem die Effizienz des Spaltens, das so gründlich vor sich geht, dass sich selbst unterliegende Spaltklötze nicht in Sicherheit wiegen können. Hervorzuheben ist der Hickory-Stiel, der sich unserer Meinung nach einfach besser anfühlt als ein Kunststoffschaft, da dieser zu stark nachschwingt und nach getaner Arbeit die Hand zittrig werden lässt und eine Erholung nötig macht.

Dieser Spalthammer bekommt wirklich alles klein! Eiche, Ahorn, Pappel, Birke, Buche, Lärche, Fichte – bis zu 40 cm Stammdurchmesser – bei richtiger Anwendung sehen all diese Hölzer kein Land. Jeglicher Versuch, sich dem Spalthammer zu widersetzen ist zwecklos und so verlieren auch knorrige, astige Stücke ihren Schrecken. Die zügige und effektive Arbeit mit dem Spalthammer und, für die wenigen hartnäckigen Fälle auch Spaltkeilen, machen die Anschaffung und Aufstellung eines maschinellen Holzspalters unnötig und sind durch körperliche Arbeit an der frischen Luft gesundheitsfördernd sowie muskelbildend. Das geht sogar so weit, dass geübte Holzspalter meinen mit dem Spalthammer von Gränsfors schneller zu arbeiten als mit einer hydraulischen Spaltmaschine. Man hört lediglich vereinzelt den Ruf nach einem längeren Stiel als den vorliegenden 80 cm. Ein längerer Stiel hätte zwar definitiv Vorteile bei der Hebelwirkung, jedoch würde es die Arbeit auch deutlich erschweren.

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Um noch lange Freude an diesem Spalthammer zu haben, sollte er immer gut verstaut werden. Die Aufbewahrung sollte den Hammer in seinem Erhalt begünstigen, dazu wird empfohlen ihn nicht in sehr trockenen (Heiz)Räumen aufzubewahren sondern besser in der Garage.

Was den Spalthammer ausmacht

Der Spalthammer von Gränsfors ist im Gegensatz zu den Spaltäxten dazu erschaffen, entlang der Holzmaserung einzuschlagen und die Spaltung selbst oder über die verwendeten Spaltkeile zu bewirken. Die Waldäxte dagegen sind dazu bestimmt quer zur Maserung aufzutrennen. Gränsfors-Äxte gibt es in vier Variationen: das Spaltbeil, die kleine Spaltaxt, die große Spaltaxt und den Spalthammer. Der Spalthammer ist die schwerste Ausführung. Er ähnelt der großen Spaltaxt, hat jedoch einen längeren Nacken. Unterhalb des Kopfes besitzt er einen stählernen Stielschutz. Die Hammerkopfseite gegenüber der Schneide ist an den Ecken abgerundet und gekerbt. Dies erlaubt ein besseres Einschlagen von Spaltkeilen. Dank dieser Merkmale sind auch besonders dicke und astige Holzsstücke sind für den Spalthammer kein Problem. An der Wange ist das Schneideblatt gekrümmt und recht dünn geschmiedet und geschliffen. Nach dem leichten Eindringen führt die Verbreiterung des Kopfes zu einem Auseinanderdrücken der Holzfasern und folglich zu deren Auseinanderreißen – der Klotz ist gespalten. Der breitere Kopf macht ein Steckenbleiben im Holz unwahrscheinlicher. So wird ein effizientes Arbeiten gewährleistet, da der Kopf weniger oft befreit werden muss. Ausgeliefert wird der Spalthammer mit einer Lederhülle die über die Schneide gestreift wird und einem informativen Begleitbuch.

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Spalthammer-Pflege mit dem Gränsfors Axtstein

Der Spalthammer von Gränsfors ist ein wirklich schönes Gerät und um ihn auch lange verwenden zu können, sollten Sie darauf achten ihn regelmäßig zu pflegen. Hierfür stellt Gränsfors Ihnen einen speziellen Axtstein zur Verfügung. Der Schleifstein von Gränsfors ist aus Keramik gefertigt und besitzt zwei Schleifoberflächen. Er ist kreisrund und in einem eigenen Gummibehälter untergebracht, der an eine Büchse Schuhcreme erinnert.

Die zwei gegenüberliegenden Schleifoberflächen dienen unterschiedlichen Zwecken und sind darum auch nicht gleich bekörnt. Die gröbere Seite mit 180er Körnung soll Beschädigungen durch Abschliff beheben Auch gelingt es damit of noch, dass zu retten was zu retten ist, falls der Verschleiss oder die Korrosion schon fortgeschritten sein sollte. Auf der anderen Seite findet man die feinere Körnung, welche 600er Schleifpapier entspricht. Damit wird der Stahl nach dem Vorarbeiten abgezogen. Das Keramikgemisch ist standfester als natürlicher Sandstein und erlaubt es, die Körnung homogener zu gewährleisten. Mit diesem Schleifstein sind sowohl Nass-Schliff als auch Trockenanwendung möglich. Mit 2/3 des gesamten Steines ist die 600er-Körnung-Seite stärker, da sie nach Ansicht von Gränsfors häufiger benutzt wird.

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Weitere Pflege:

Die Pflege besteht nicht nur aus dem regelmäßigen Schleifen. Weiterhin ist es empfehlenswert, den Kopf und den Stielschutz des Spalthammers nach der Arbeit einzufetten oder einzuölen, um es nicht zur Korrosion kommen zu lassen. Ein sinnvolle Ergänzung zum Axtstein ist auch die feinzahnige Schleiffeile von Gränsfors. Diese wird als Zubehör angeboten und wird mitsamt Lederetui geliefert.

Spaltkeile verschiedener Art im Einsatz mit dem Gränsfors Spalthammer

Für die wirklich großen und schweren Klötze sollten Sie auf Spaltkeile zurückgreifen. Die Einbringung von Spaltkeilen erlaubt es, an mehreren Stellen gleichzeitig auf einen störrischen Stammabschnitt einzuwirken, indem man mit der flachen Seite des Spalthammers auf den Keil einschlägt, während man diesen an der gewünschten Stelle entlang der Maserung ansetzt.

Der Spaltkeil von Gränsfors ist absichtlich etwas verdreht und hat zur Mitte hin abgewinkelte Einkerbungen erhalten, die einem Herausrutschen aus dem Spalt vorbeugen sollen. Wie die stumpfe Seite des Spalthammers ist der Schaft des Spaltkeils an den Ecken abgerundet, um das Entstehen von Splittern beim Aufprall Stahl auf Stahl zu verhindern. Auch dieser 24 cm lange und 1,6 kg schwere Keil kommt mit seiner eigenen Lederhülle zum Schutz der Schneide daher.

Wer einen breiteren Keil wünscht, bei dem also die Spaltkräfte verstärkt zur Anwendung kommen, greift zum Fiskars Dreh-Spaltkeil ‚Orange‘ von 2,2 kg. Dieser verfügt ebenfalls über eine Verdrehung, bei ihm ist jedoch die Außenkante gerillt und nicht das Zentrum der Schneide. Auch besitzt er eine ausgesprochen steil ansteigende Schräge.

Eine ungewöhnliche Form besitzt der Silverline Spaltkeil in Form einer Pyramide mit versetzten Rippen und Rillen im mittleren Teil seiner Kanten. Darum wird er auch als gleichzeitig in vier Richtungen spaltend beschrieben und man erhält bei günstigem Verlauf mehr als zwei Hälften des Holzes (eher drei als vier). Mit 16,5 cm ist er gedrungen gebaut bei einem Gewicht von 1,5 kg.

Der Bison Drehspaltkeil Auminium ist aufgrund seines Materials ein Leichtgewicht von 800 gr und hat wie der Keil von Gränsfors die winkelartig ausgerichteten Rillen auf den Flachseiten. Das im Vergleich zum Stahl weichere Material lässt bei schrägem Aufkommen Dellen erwarten, doch sind hier keine Absplitterungen zu gefürchten.

Von Ochsenkopf gibt es einen Hohlkeil in Alu, der zur Führung und Verlängerung einen insitzenden Holzeinsatz besitzt mit Ring am Schlagende, der das Holz zusammenhalten unter den Schlägen soll. Diesen gibt es in einer winkelartig gerillten oder in einer Ausführung mit zwei parallen Stegen auf der Flachseite.

Andere Spaltkeile ähneln einfach stark flachen Meißeln wie man sie für Stemmarbeiten in Mauerwerk mit einem Hammer verwenden würde.

Diese kurze Vorstellung verschiedener Spaltkeile soll zeigen, dass es ein große Auswahl dieser Produkte gibt. Während Sie bei Spaltäxten nur auf die Scheide zurückgreifen können, erlaubt Ihnen der Gränsfors Spalthammer Spaltkeile zu nutzen und so selbst sehr große, harte, knorrige und verastete Scheite zu spalten.

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